Freitag, der 13. – nutzloses Wissen über einen ganz gewöhnlichen Tag

So ein Freitag wie heute kommt ja viel öfter vor, als man vermutet: Mindestens einmal, höchstens dreimal pro Jahr. Auf ein Menschenleben gerechnet – bei durchschnittlicher Lebenserwartung – also so etwa hundertfünfzig Mal und auch in diesem Jahr zweimal.

Den ersten in diesem Jahr, Freitag, den 13. Januar 2017, habe ich in sehr guter Erinnerung. Abendspaziergang am Elbufer, Picknick am Alten Schweden und Geburtstagsdinner in Teufelsbrück, untermalt von romantischem Schneetreiben draußen vor den Fenstern, ein wunderbarer Tag war das. Auch statistisch ist nicht belegbar, dass sich an dreizehnten Freitagen Unglück oder Katastrophen häufen.

Alles ist möglich, heute!

An andere kann ich mich kaum erinnern, weder an besonders schlimme noch an besonders schöne. Es gibt also keinerlei Anlass, dem heutigen Tag besonders erwartungsfroh oder gar misstrauisch zu begegnen. Aber vielleicht unterschätze ich das Datum?

Freitag hin oder her, an 13. Oktobern wurde beispielsweise Ankara zur türkischen Hauptstadt erklärt (ein Samstag, 1923) und in Würzburg die CSU gegründet (noch ein Samstag, 1945). An 13. Oktobern sind in der Vergangenheit Schiffe gesunken und Flugzeuge abgestürzt, es wurden Opern uraufgeführt und die allererste Folge der Serie Bonanza in der ARD ausgestrahlt (natürlich an einem Samstag, 1962). Wie an jedem anderen Tag wurden Menschen geboren (z.B. der französische Schauspieler Yves Montand, an einem Donnerstag, 1921) und es sind Menschen gestorben (z.B. der Verleger Henri Nannen, an einem  Sonntag, 1996). 2017 ist der 13. Oktober also ein Freitag. Alles wäre möglich, heute.

Zum Fürchten: Die Phobie oder der Ohrwurm?

Ankomme Freitag, den 13., Christine!

Die Furcht, die einem so ein dreizehnter Freitag einflößen kann, gilt zwar gemeinhin als Aberglaube, hat aber trotzdem einen furchteinflößenden Namen: Paraskavedekatriaphobie. Eine Sonderform der Triskaidekaphobie übrigens, der irratonialen Furcht vor der Zahl Dreizehn. Ich habe keine Belege dafür gefunden, dass einem aufgrund der Lektüre all dieser Begriffe noch vor ganz anderen Dingen angst und bange werden kann, aber falls jemand einen Namen für die Folgefurcht braucht, bitteschön, die Angst vor langen Wörtern heißt, so heißt es, Hippopotomonstrosesquippedaliophobie. Könnte aber auch die Angst vor ungeheuerlichen Flußpferden sein. Wer weiß.

Ich vermute ja, dass das heute ein ziemlich gewöhnlicher Freitag wird, ohne besondere Vorkommnisse – bis auf diesen Ohrwurm vielleicht. Vor dem ist dann aber bis April erstmal wieder Ruhe.

 

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: